
Auf jedem Ei steht, wie das Huhn gelebt hat und wo es stand. Man muss nur wissen, wo die Zahl aufhört und die nächste anfängt.
Auf jedem Ei im Karton steht ein Stempel, und der sieht aus wie eine Seriennummer. Er ist aber lesbar, und zwar von links nach rechts.
Die erste Ziffer: wie das Huhn gelebt hat
Ganz vorn steht eine einzelne Ziffer, und sie ist die wichtigste:
0 steht für ökologische Erzeugung, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung, 3 für Käfighaltung.
Bei uns im Markt beginnt jedes Ei mit einer Null. Das ist keine Werbeaussage, sondern eine Angabe, die der Betrieb nachweisen muss.
Dann das Land, dann das Bundesland
Nach der Haltungsziffer folgen zwei Buchstaben für das Herkunftsland – DE für Deutschland, AT für Österreich, NL für die Niederlande.
Danach kommen zwei Ziffern für das Bundesland. 09 ist Bayern. Der Rest ist die Nummer des Betriebs und, ganz am Ende, oft noch die des Stalls.
Ein Ei mit dem Stempel 0-DE-09… kommt also aus ökologischer Erzeugung in Bayern.
Warum manche Eier gar keinen Stempel haben
Es gibt eine Ausnahme, und sie ist die Kleine: Wer weniger als 350 Legehennen hält und die Eier ausschließlich ab Hof oder direkt an der Haustür verkauft, muss nicht stempeln. Im Laden dagegen muss jedes Ei gekennzeichnet sein.
Was das Datum sagt – und was nicht
Auf dem Karton steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum, üblicherweise 28 Tage nach dem Legen. Das ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Zusicherung des Erzeugers.
Ob ein Ei noch gut ist, verrät der Wassertest zuverlässiger als jedes Datum: In ein Glas Wasser legen. Bleibt es unten liegen, ist es frisch. Stellt es sich auf, ist es älter, aber brauchbar – dann besser durchgaren. Schwimmt es oben, gehört es weg.
Ab dem 18. Tag nach dem Legen gilt ein Ei ohnehin nicht mehr als Frischei. Für Spiegelei am Sonntag nimmt man die jungen, für den Kuchen die älteren.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Erläuterung des Erzeugercodes; EU-Vermarktungsnormen für Eier