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Kochen mit unseren Zutaten

Haxe wie auf der Wiesn

Schweinshaxe mit Krautsalat

Eine Haxe braucht nichts außer Salz, Kümmel, Zeit und am Ende Hitze. Wir gehen den geraden Weg: erst zugedeckt über Wurzelgemüse garen, dann die Schwarte hochheizen. Der Krautsalat wird mit heißem Speckfett abgemacht und zieht nebenher durch.

Haxe wie auf der Wiesn
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Vorspeise

Geräucherte Forelle mit Kren und Schwarzbrot

⏱ 25 Minuten

Forelle aus heimischer Räucherei, frisch gerissener Kren mit Sahne und ein Stück Schwarzbrot. Nichts wird gekocht, alles hängt an der Qualität der drei Zutaten.

Zutaten für 3 Personen

3 Stück Geräucherte Forelle ein Filet je Person, etwa 90 g
90 g Kren frische Wurzel, kein Glas
120 ml Sahne
1,5 EL Weißweinessig
nach Geschmack Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
2 Stück Apfel, säuerlich für den Kren
180 g Schwarzbrot
30 g Butter aufs Brot
90 g Feldsalat als Beilage auf dem Teller
nach Geschmack Schnittlauch, Zitronensaft

Zubereitung

  1. Die Forelle von Haut und Gräten befreien: am Rückgrat entlang aufklappen, die Mittelgräte abheben, die Haut lässt sich bei geräucherten Fischen fast von allein abziehen. Danach mit den Fingern über das Filet fahren und restliche Gräten suchen.
  2. Den Kren erst unmittelbar vor dem Servieren reiben – nach zehn Minuten an der Luft ist die Schärfe weg. Die Wurzel dabei unter kaltem Wasser halten, dann brennen die Augen weniger.
  3. Den Apfel fein reiben und sofort mit Zitronensaft mischen, damit er nicht braun wird.
  4. Die Sahne halb steif schlagen und Kren, Apfel, Essig, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker unterheben. Zehn Minuten stehen lassen, dann abschmecken.
  5. Den Feldsalat waschen und trocken schleudern, mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufeln.
  6. Forellenfilet, einen Löffel Sahnekren und das gebutterte Schwarzbrot auf dem Teller anrichten und mit Schnittlauch bestreuen.
Tipp: Kren wird bitter, wenn er zu lange steht oder erhitzt wird. Was übrig bleibt, gleich mit etwas Essig vermischen und im Glas kühl stellen, dann hält die Schärfe wenigstens ein paar Tage.
Hauptgang

Schweinshaxe mit Krautsalat

⏱ 3 Stunden, davon 30 Minuten Arbeit

Hintere Haxe, über Wurzelgemüse und dunklem Bier langsam gegart und zum Schluss bei großer Hitze kross gebacken. Dazu ein Krautsalat, der mit heißem Speckfett und Essig abgemacht wird.

Zutaten für 3 Personen

2,1 kg Schweinshaxe hintere Haxe, mit Knochen gewogen
nach Geschmack Salz, Pfeffer, Kümmel
3 Stück Zwiebel
3 Stück Karotte
180 g Sellerie
2 Stück Lauch
6 Stück Knoblauchzehe
750 ml Dunkles Bier
600 ml Rinderbrühe
1 Stück Lorbeerblatt für den ganzen Bräter
30 g Butterschmalz
750 g Weißkraut für den Salat, fein gehobelt
120 g Durchwachsener Speck für den Krautsalat
1 Stück Zwiebel für den Krautsalat
4,5 EL Weißweinessig
3 EL Sonnenblumenöl
15 g Zucker
nach Geschmack Kümmel ganz, Salz und Pfeffer für den Salat

Zubereitung

  1. Die Schwarte der Haxe mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, nur bis in die Fettschicht, nicht ins Fleisch. Rundum mit Salz, Pfeffer und Kümmel einreiben.
  2. Wurzelgemüse und Zwiebel grob würfeln, den Knoblauch andrücken und mit dem Butterschmalz in den Bräter geben. Haxe darauflegen, Bier und Brühe angießen und das Lorbeerblatt zugeben.
  3. Zugedeckt bei 160 °C zwei Stunden garen und jede halbe Stunde mit dem Fond übergießen. Das Fleisch soll sich am Ende leicht vom Knochen lösen.
  4. Für den Salat das Kraut sehr fein hobeln, salzen und mit den Händen kräftig durchkneten, bis es weich wird und Saft lässt. Das ist der Schritt, den die meisten zu kurz machen.
  5. Die Speckwürfel auslassen, die Zwiebel darin glasig dünsten und beides mit dem heißen Fett über das Kraut geben. Essig, Öl, Zucker, Kümmel und Pfeffer unterheben und mindestens eine Stunde ziehen lassen.
  6. Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 230 °C stellen und die Haxe 25 bis 30 Minuten kross backen. Jetzt nicht mehr übergießen, sonst bleibt die Schwarte weich.
  7. Den Fond entfetten, durch ein Sieb geben und offen einkochen, bis er leicht sämig ist. Die Haxe mit dem Krautsalat und etwas Fond auftragen.
Tipp: Hintere Haxen haben mehr Fleisch als vordere – beim Metzger danach fragen. Wer vorarbeiten will, gart die Haxe am Vortag bis Schritt drei, stellt sie kalt und macht am Festtag nur noch die halbe Stunde bei großer Hitze.
Nachspeise

Topfenpalatschinken

⏱ 50 Minuten

Dünne Pfannkuchen mit einer Quarkfülle, in der Form mit Sahne überbacken. Nach der Haxe will niemand mehr etwas Schweres – das hier ist leicht, warm und in einer Dreiviertelstunde fertig.

Zutaten für 3 Personen

180 g Weizenmehl Type 550
360 ml Milch
3 Stück Ei
nach Geschmack eine Prise Salz
30 g Butterschmalz zum Backen
450 g Quark 20 Prozent, gut abgetropft
3 Stück Eigelb
60 g Zucker
30 g Butter für die Fülle, weich
1,5 g Vanillepulver
nach Geschmack abgeriebene Zitronenschale
45 g Rosinen nach Geschmack
180 ml Sahne für den Guss
30 g Butter für die Form
nach Geschmack Puderzucker

Zubereitung

  1. Mehl, Milch, Ei und Salz zu einem dünnflüssigen Teig verrühren und 20 Minuten ruhen lassen. Im Butterschmalz dünne Palatschinken backen, zwei je Person. Übereinander stapeln, dann bleiben sie weich.
  2. Den Quark gut abtropfen lassen – nasser Topfen macht die Fülle flüssig und die Palatschinken suppig.
  3. Weiche Butter mit Zucker, Eigelb, Vanillepulver und Zitronenschale schaumig rühren, dann den Quark und die Rosinen unterheben.
  4. Die Fülle auf den Palatschinken verteilen, aufrollen und mit der Naht nach unten in eine gebutterte Form legen.
  5. Die Sahne darübergießen und bei 180 °C 20 bis 25 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht Farbe hat und der Guss eingezogen ist.
  6. Zehn Minuten stehen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm auftragen.
Tipp: Die Palatschinken lassen sich am Vormittag backen und gefüllt in der Form kalt stellen. Dann die Sahne erst kurz vor dem Backen angießen und die Backzeit um fünf Minuten verlängern.

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10 Zutaten
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