Vorspeise
Gurkensalat mit Schmand und Dill
⏱ 25 Minuten
Dünn gehobelte Gurke, gesalzen und ausgedrückt, dann mit Schmand angemacht. Vor den Kasspatzn ist das der richtige Gegenpol: kalt, sauer, leicht.
Zutaten für 12 Personen
2,4 kg
Salatgurke
nach Geschmack
Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
480 g
Schmand
12 TL
Weißweinessig
3 Stück
Zwiebel
1 Stück
Knoblauchzehe für die ganze Schüssel
nach Geschmack
Dill, reichlich
12 TL
Kürbiskernöl zum Abschluss
Zubereitung
- Die Gurke waschen und mit dem Hobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Schale kann dranbleiben, sie gibt Farbe und Biss.
- Die Scheiben salzen, vermengen und 15 Minuten in einem Sieb stehen lassen. Dann mit den Händen vorsichtig ausdrücken – ohne diesen Schritt schwimmt der Salat nach zehn Minuten im eigenen Wasser.
- Zwiebel in feine Streifen schneiden, den Knoblauch mit etwas Salz zu einer Paste zerdrücken.
- Schmand mit Essig, Knoblauch, Pfeffer und einer Prise Zucker glatt rühren. Nicht nachsalzen, bevor man probiert hat: die Gurke bringt Salz mit.
- Gurke und Zwiebel unter den Schmand mischen und zehn Minuten durchziehen lassen.
- Erst zum Schluss reichlich Dill untermengen und das Kürbiskernöl in Tropfen darauf geben.
Tipp: Dill verliert sein Aroma schnell, deshalb kommt er ganz am Ende dazu. Wer den Salat leichter will, ersetzt die Hälfte des Schmands durch Sahnejoghurt.
Hauptgang
Kasspatzn mit Röstzwiebeln
⏱ 1 Stunde 10 Minuten
Der Teig wird von Hand vom Brett geschabt, der Käse schichtweise untergehoben, und die Zwiebeln brauchen eine halbe Stunde bei kleiner Hitze. Gegessen wird direkt aus der Pfanne.
Zutaten für 12 Personen
1,8 kg
Weizenmehl Type 550
18 Stück
Ei
840 ml
Milch
nach Geschmack
Salz, Pfeffer, Muskat
24 Stück
Zwiebel für die Röstzwiebeln
300 g
Butterschmalz
60 g
Weizenmehl Type 550 zum Mehlieren der Zwiebeln
960 g
Bergkäse, gerieben mindestens zwölf Monate gereift
480 g
Weißlacker ersatzweise Romadur oder junger Bergkäse
240 g
Butter
nach Geschmack
Schnittlauch zum Bestreuen
Zubereitung
- Mehl, Ei, Milch, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem zähen Teig schlagen, bis er Blasen wirft und vom Löffel in Fäden abreißt. Das dauert gut fünf Minuten und ist der eigentliche Unterschied zu gekauften Spätzle. Dann 20 Minuten ruhen lassen.
- Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, leicht mehlieren und im Butterschmalz bei mittlerer bis kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten langsam rösten. Schnell geht hier nicht: bei großer Hitze werden sie außen schwarz und innen roh.
- Reichlich Salzwasser aufkochen. Den Teig portionsweise auf ein nasses Brett streichen und mit dem Messerrücken in dünnen Streifen ins Wasser schaben. Alternativ durch einen Spätzlehobel drücken.
- Die Spatzn sind fertig, sobald sie oben schwimmen – noch eine halbe Minute ziehen lassen, dann mit dem Schaumlöffel herausnehmen und kurz abtropfen.
- Beide Käsesorten mischen. In einer vorgewärmten Pfanne oder Schüssel abwechselnd Spatzn und Käse schichten, dabei jede Lage salzen und pfeffern. Den Deckel auflegen und fünf Minuten stehen lassen, damit der Käse von der Restwärme schmilzt.
- Die Butter braun werden lassen und über die obere Lage gießen. Mit den Röstzwiebeln und Schnittlauch bestreuen und sofort auftragen.
Tipp: Nicht im Ofen überbacken – der Käse wird dann fadenzäh und trennt sich in Fett und Masse. Die Mischung aus altem Bergkäse für den Geschmack und einem weichen, kräftigen Käse für die Bindung ist der Kern der Sache.
Nachspeise
Topfenknödel mit Butterbröseln und Zwetschgenkompott
⏱ 1 Stunde
Knödel aus Quark und Grieß, außen in Butterbröseln gewendet. Sie sind leichter, als sie aussehen, und das säuerliche Kompott nimmt dem Käse aus dem Hauptgang die Schwere.
Zutaten für 12 Personen
1,5 kg
Quark Magerquark, gut abgetropft
360 g
Hartweizengrieß
180 g
Weizenmehl Type 550
6 Stück
Ei
120 g
Zucker
nach Geschmack
eine Prise Salz, abgeriebene Zitronenschale
120 g
Butter weich, für den Teig
360 g
Paniermehl
240 g
Butter für die Brösel
120 g
Zucker für die Brösel
nach Geschmack
Zimt
1,8 kg
Zwetschgen im Winter gut aus dem Glas
180 g
Zucker für das Kompott
1 Stück
Gewürznelken für den ganzen Topf
Zubereitung
- Den Quark in einem Tuch oder Sieb gut abtropfen lassen. Zu feuchter Quark ist der häufigste Grund dafür, dass die Knödel im Wasser aufgehen.
- Quark, Grieß, Mehl, Ei, Zucker, weiche Butter, Salz und Zitronenschale verrühren und die Masse 30 Minuten kalt stellen, damit der Grieß quillt.
- Für das Kompott die Zwetschgen halbieren, entsteinen und mit Zucker, der Nelke und zwei Löffeln Wasser zehn Minuten leise köcheln lassen. Vom Herd nehmen und die Nelke herausfischen.
- Für die Brösel die Butter in der Pfanne schmelzen, das Paniermehl darin bei mittlerer Hitze goldbraun rösten, mit Zucker und Zimt mischen und beiseitestellen.
- Mit feuchten Händen Knödel in Walnussgröße formen. Einen Probeknödel in knapp siedendes Salzwasser legen – hält er, kommen die übrigen hinein.
- Die Knödel 12 bis 14 Minuten ziehen lassen, bis sie oben schwimmen und sich leicht aufgeblasen anfühlen. Das Wasser darf nicht sprudeln.
- Abgetropft in den Bröseln wenden und mit dem lauwarmen Kompott servieren.
Tipp: Die Knödelmasse lässt sich einen Tag vorher ansetzen und wird dadurch stabiler. Geformt werden die Knödel aber erst kurz vor dem Kochen, sonst setzen sie Wasser an und kleben zusammen.
🛒 Einkaufszettel für 12 Personen
10 Zutaten
- 240 g Butter bei uns Süßrahmbutter DEMETER
- 300 g Butterschmalz bei uns Butterschmalz
- 18 Stück Ei bei uns Eier 6er gepackt Klasse M/L
- Schnittlauch bei uns Schnittlauch Bund Bayern
- 1,86 kg Weizenmehl Type 550 bei uns Weizenmehl Type 550 1.000G
- 24 Stück Zwiebel bei uns Zwiebeln
- 960 g Bergkäse, gerieben
- 840 ml Milch
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 480 g Weißlacker
6 von 10 Zutaten führen wir im Markt.
Gänse und frische Leber bitte rechtzeitig bei uns vorbestellen –
spätestens eine Woche vor dem Fest.