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Kochen mit unseren Zutaten

Ohne Fleisch und ohne Verzicht

Kasspatzn mit Röstzwiebeln

Kasspatzn sind Alpenküche: Mehl, Ei, Käse und sehr viel Geduld beim Zwiebelrösten. Weil der Hauptgang sättigt, bleibt die Vorspeise bewusst frisch und sauer, und die Nachspeise kommt mit Quark statt mit Sahne. Alle drei Gänge sind fleischlos.

Ohne Fleisch und ohne Verzicht
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Vorspeise

Gurkensalat mit Schmand und Dill

⏱ 25 Minuten

Dünn gehobelte Gurke, gesalzen und ausgedrückt, dann mit Schmand angemacht. Vor den Kasspatzn ist das der richtige Gegenpol: kalt, sauer, leicht.

Zutaten für 5 Personen

1 kg Salatgurke
nach Geschmack Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
200 g Schmand
5 TL Weißweinessig
2 Stück Zwiebel
1 Stück Knoblauchzehe für die ganze Schüssel
nach Geschmack Dill, reichlich
5 TL Kürbiskernöl zum Abschluss

Zubereitung

  1. Die Gurke waschen und mit dem Hobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Schale kann dranbleiben, sie gibt Farbe und Biss.
  2. Die Scheiben salzen, vermengen und 15 Minuten in einem Sieb stehen lassen. Dann mit den Händen vorsichtig ausdrücken – ohne diesen Schritt schwimmt der Salat nach zehn Minuten im eigenen Wasser.
  3. Zwiebel in feine Streifen schneiden, den Knoblauch mit etwas Salz zu einer Paste zerdrücken.
  4. Schmand mit Essig, Knoblauch, Pfeffer und einer Prise Zucker glatt rühren. Nicht nachsalzen, bevor man probiert hat: die Gurke bringt Salz mit.
  5. Gurke und Zwiebel unter den Schmand mischen und zehn Minuten durchziehen lassen.
  6. Erst zum Schluss reichlich Dill untermengen und das Kürbiskernöl in Tropfen darauf geben.
Tipp: Dill verliert sein Aroma schnell, deshalb kommt er ganz am Ende dazu. Wer den Salat leichter will, ersetzt die Hälfte des Schmands durch Sahnejoghurt.
Hauptgang

Kasspatzn mit Röstzwiebeln

⏱ 1 Stunde 10 Minuten

Der Teig wird von Hand vom Brett geschabt, der Käse schichtweise untergehoben, und die Zwiebeln brauchen eine halbe Stunde bei kleiner Hitze. Gegessen wird direkt aus der Pfanne.

Zutaten für 5 Personen

750 g Weizenmehl Type 550
8 Stück Ei
350 ml Milch
nach Geschmack Salz, Pfeffer, Muskat
10 Stück Zwiebel für die Röstzwiebeln
125 g Butterschmalz
25 g Weizenmehl Type 550 zum Mehlieren der Zwiebeln
400 g Bergkäse, gerieben mindestens zwölf Monate gereift
200 g Weißlacker ersatzweise Romadur oder junger Bergkäse
100 g Butter
nach Geschmack Schnittlauch zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Mehl, Ei, Milch, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem zähen Teig schlagen, bis er Blasen wirft und vom Löffel in Fäden abreißt. Das dauert gut fünf Minuten und ist der eigentliche Unterschied zu gekauften Spätzle. Dann 20 Minuten ruhen lassen.
  2. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, leicht mehlieren und im Butterschmalz bei mittlerer bis kleiner Hitze 25 bis 30 Minuten langsam rösten. Schnell geht hier nicht: bei großer Hitze werden sie außen schwarz und innen roh.
  3. Reichlich Salzwasser aufkochen. Den Teig portionsweise auf ein nasses Brett streichen und mit dem Messerrücken in dünnen Streifen ins Wasser schaben. Alternativ durch einen Spätzlehobel drücken.
  4. Die Spatzn sind fertig, sobald sie oben schwimmen – noch eine halbe Minute ziehen lassen, dann mit dem Schaumlöffel herausnehmen und kurz abtropfen.
  5. Beide Käsesorten mischen. In einer vorgewärmten Pfanne oder Schüssel abwechselnd Spatzn und Käse schichten, dabei jede Lage salzen und pfeffern. Den Deckel auflegen und fünf Minuten stehen lassen, damit der Käse von der Restwärme schmilzt.
  6. Die Butter braun werden lassen und über die obere Lage gießen. Mit den Röstzwiebeln und Schnittlauch bestreuen und sofort auftragen.
Tipp: Nicht im Ofen überbacken – der Käse wird dann fadenzäh und trennt sich in Fett und Masse. Die Mischung aus altem Bergkäse für den Geschmack und einem weichen, kräftigen Käse für die Bindung ist der Kern der Sache.
Nachspeise

Topfenknödel mit Butterbröseln und Zwetschgenkompott

⏱ 1 Stunde

Knödel aus Quark und Grieß, außen in Butterbröseln gewendet. Sie sind leichter, als sie aussehen, und das säuerliche Kompott nimmt dem Käse aus dem Hauptgang die Schwere.

Zutaten für 5 Personen

625 g Quark Magerquark, gut abgetropft
150 g Hartweizengrieß
75 g Weizenmehl Type 550
3 Stück Ei
50 g Zucker
nach Geschmack eine Prise Salz, abgeriebene Zitronenschale
50 g Butter weich, für den Teig
150 g Paniermehl
100 g Butter für die Brösel
50 g Zucker für die Brösel
nach Geschmack Zimt
750 g Zwetschgen im Winter gut aus dem Glas
75 g Zucker für das Kompott
1 Stück Gewürznelken für den ganzen Topf

Zubereitung

  1. Den Quark in einem Tuch oder Sieb gut abtropfen lassen. Zu feuchter Quark ist der häufigste Grund dafür, dass die Knödel im Wasser aufgehen.
  2. Quark, Grieß, Mehl, Ei, Zucker, weiche Butter, Salz und Zitronenschale verrühren und die Masse 30 Minuten kalt stellen, damit der Grieß quillt.
  3. Für das Kompott die Zwetschgen halbieren, entsteinen und mit Zucker, der Nelke und zwei Löffeln Wasser zehn Minuten leise köcheln lassen. Vom Herd nehmen und die Nelke herausfischen.
  4. Für die Brösel die Butter in der Pfanne schmelzen, das Paniermehl darin bei mittlerer Hitze goldbraun rösten, mit Zucker und Zimt mischen und beiseitestellen.
  5. Mit feuchten Händen Knödel in Walnussgröße formen. Einen Probeknödel in knapp siedendes Salzwasser legen – hält er, kommen die übrigen hinein.
  6. Die Knödel 12 bis 14 Minuten ziehen lassen, bis sie oben schwimmen und sich leicht aufgeblasen anfühlen. Das Wasser darf nicht sprudeln.
  7. Abgetropft in den Bröseln wenden und mit dem lauwarmen Kompott servieren.
Tipp: Die Knödelmasse lässt sich einen Tag vorher ansetzen und wird dadurch stabiler. Geformt werden die Knödel aber erst kurz vor dem Kochen, sonst setzen sie Wasser an und kleben zusammen.

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